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strafe, das„Baumhängen“, an die Stehbunker, an die sadistischen Todesarten, Kollektivstrafen usw.
Das sind einige Grundsätze aus der Welt ohne Gott. Sie zeigen mit kras- sester Deutlichkeit, wie weit die Menschheit kommt, wenn sie nicht mehr an den Herrgott glaubt.
Darin, behaupte ich, dürfen wir die historische Bedeutung„Dachaus“, des ganzen Systems der Konzentrationslager sehen.
12. Ein würdiges Denkmal
Zum ehrenden Andenken der KZ-Opfer,
zur Sühne für die KZ-Verbrechen,
zur Belehrung und Warnung aller KZ-Besucher, zum Frieden der Klassen und Rassen,
zur Ehrenrettung unseres Volkes. zur Gemeinschaft der Völker.
Schon Ende Juli 1945, also schon zwei Monate nach Kriegsende, wollte Kardinal Dr. Michael Faulhaber
den Opfern des KZ Dachau ein Denkmal und für die dort verübten Ver- brechen eine Sühnemal errichten.
Er schrieb diesbezüglich einen Brief an den damaligen Oberkommandieren- den der alliierten Streitkräfte in Europa, General Dwight Eisenhower.
Die alsbaldige Belegung des Lagers mit ehemals führenden Nazis, SS- Leuten usw. führte dann mit deren eigener Mitarbeit und durch besondere Initiative von H. H. Kurat Leonhard Roth zum Bau einer Notkirche noch im Jahre 1945(später auch einer evangelischen Kirche).
Das Internationale Komitee ehem. Dachauer Konzentrationslagerhäftlinge, genannt„Comit& International de Dachau“ mit dem Sitz in Brüssel, faßte den Beschluß, auf dem ehemaligen Appellplatz des Lagers ein Ehrendenkmal zu errichten und ließ zu diesem Zweck einen internationalen Wettbewerb für Architekten ausschreiben, konnte aber noch nicht zu einer endgültigen Entscheidung kommen.
Inzwischen bemühten sich verschiedene Kreise und Personen, im beson- deren H. H. Kurat Leonhard Roth, dieser Stätte so vielen Leidens und harten
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Statt Mitleid herrschte bestialische Grausamkeit. Man denke an die Prügel-


