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Wie war das in Dachau? : Ein Versuch, der Wahrheit näherzukommen / von Johann Neuhäusler
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Freiwillige mitten im Ansteckungsherd

Wie Michelet, meldeten sich auch andere Häftlinge freiwillig und todes- mutig zur Pflege an ihren schwerkranken Kameraden, darunter auch 20 katholische Geistliche(je 10 vom Block 26[deutsche] und Block 28[aus- ländische]).

Joos widmet seinem Freund Michelet in seinem Buch (S. 156) folgendes Ehrengedenken.

Leben auf Widerruf

KZ-Priester

DemTodeskommando der Desinfektion stellte sich, der Gefahr voll bewußt, freiwillig zu Diensten Edmond Michelet, der Verfasser des BuchesRue de la Liberte- Dachau 1943-1945(Verlag Du Senil, Paris), zur Zeit französischer Justizminister.

Er wollte ein Besonderes für seine Kameraden tun. Nach wenigen Wochen war er so weit Fleckfieber. Er ist einer der wenigen Fälle geblieben, wo ein an diesem furchtbaren Fieber Erkrankter aus dem tagelangen Traum- und Dämmerzustand wieder zum Leben erwachte. So war es ihm nach baldiger Genesung gegeben, seine hut der einmarschierenden alliierten Truppen zu über- geben. Treu an ihrer Seite ausharrend, trat er erst später mit den Letzten die Heim- reise an. Nicht, ohne vorher, als Unterpfand gegenseitiger Hilfe in zukünftiger Not, dieAmicale des Anciens de Dachau gegründet zu haben.

kranken Kameraden der Ob

9, Golgatha

Noch weiter hinauf auf den Berg des Leidens, so schwer der Gang auch fallen mag! Da erblicken wir Mitmenschen, bei deren Anblick wir unwill- und erschaudernd ausrufen möchtenEcce homo!. d waren, aber aus Habsucht, Geltungsdrang und chskaninchen herabgewürdigt

und mißbraucht, herzlos einem Massensterben überlassen wurden.

kürlich mitleidsvoll Menschen, die voll gesun Mordlust gequält und geschunden, zumVersu

Das Revier wird zu einem Ort des Grauens

Es berührt merkwürdig, wenn Dr. Sales Heß in seinem BuchDachau, eine Welt ohne Gott(S. 175 ff.) unter drei Orten des Grauens im KZ an erster Stelle das Revier nennt, also gerade das, was wohl eine Stätte leidensvoller Krankheiten ist, aber doch auch immer ein Ort hilfreicher Erbarmung, sotrg- samer Pflege, Schmerzenslinderung und Krankheitsheilung sein sollte. In Dachau aber war das Revier wirklich einOrt des Grauens,den jeder mied, der nicht von schwerer I cankeit heimgesucht wurde.

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