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versandt. Den Facharbeitern und anderen ausgebildeten Arbeitern verbesserte man die Lebensbedingungen durch Zuteilung der„Schwerarbeiterzulage“; für sie führte man ein zweites Frühstück(„Brotzeit“) ein, das aus einem Zehntel, zeitweilig einem Achtel des Kommißbrotes und einem kleinen Stück Wurst, etwa 50 Gramm, bestand.
Die Lebensmittelpakete, die man ab November 1942 von den Familien aus dem Heimatlande und später auch vom Internationalen. Roten Kreuz aus Genf erhielt, waren wertvolle und konkrete Zuschüsse zur Verpflegung der Hungernden im Lager.
Von Nachteil auf die Lebensmittelzuteilung an die Gefangenen des Lagers war es, als sich auch die Ernährung der SS-Männer verschlimmerte. Diese hielten sich aber schadlos an den für die Gefangenen bestimmten Vorräten; so wurden deren Portionen verringert.
Hunger treibt zum Grausigsten
Man muß noch die Versorgung der Gefangenentransporte mit Lebens- mitteln erwähnen, die in andere Lager überführt wurden. Grundsätzlich mußte das’ aussendende Lager den Transport bis zum Bestimmungsort er- nähren. Auf diesem Gebiete geschahen ungeheure Mißbräuche.
Als Beispiel möge folgende Tatsache dienen: Am 14. 11. 1942 kam ins Lager Dachau ein Gefangenentransport vom Lager Stutthof. Nach Ankunft dieses Trans- portes konnte man angebissene Gefangenenleichen sehen, da der Transportleiter, ein entarteter SS-Mann, den Gefangenen überhaupt kein Essen hatte verabreichen lassen. Es waren dies nicht seltene Ausnahmefälle, daß die Gefangenen auf dem Eva- kuierungstransport kein Essen bekamen, manchmal sogar 15 Tage hindurch. Als nun solche Gefangene zum Lager kamen, waren sie bis zu einem Grade erschöpft, daß sie auf dem Appellplatz umfielen und unfähig waren, sich zu rühren.
Als ich diesen entsetzlichen Bericht, besonders die Bemerkung über„an- gebissene Gefangenenleichen“ bei Domagala,„Die durch Dachau gingen“, las, wollten mir starke Zweifel aufsteigen, ob so etwas überhaupt möglich sei, selbst wenn der Hunger halb wahnsinnig macht. Aber ein Augenzeuge, Kohl- hofer von München, bestätigte vollauf die Angabe, Dazu fand ich eine neue Bestätigung bei Joos(„Leben auf Widerruf“, S. 147):
„Das Allerschrecklichste, was uns je an Transporten zu Gesicht kam, war der im November 1942 von Danzig-Stutthof. An 900 polnische und russische Gefangene waren es, die man erwartete. Sie waren zehn Tage unterwegs und hatten nur für zwei Tage Nahrung. Bei ihrer Ankunft zählte man 300 Tote,
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