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Wie war das in Dachau? : Ein Versuch, der Wahrheit näherzukommen / von Johann Neuhäusler
Entstehung
Seite
31
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Damit kommen wir zum traurigen Kapitel der Liquidierungen.

Außer den Fällen willkürlichen Zutodeschindens und direkten Hin- mordens einzelner Gefangener durch bestialische SS-Männer, Lager-, Block- und Stubenälteste, selbst Revier-Capos, fanden auf Befehl der Gestapo und hoher Naziführer auch Massen- und Einzelhinrichtungen statt. Massenmord geschah vor allem durch die sogenannten

Invalidentransporte, die nichts anderes als Vergasungstod waren.

Wie schon früher erwähnt, besaß Dachau im letzten Jahr eine eigene Vergasungskammer. Ihre„Brausen“ wurden aber nie benützt. Dafür schickte man um so mehr Dachauer Kz-ler zum Vergasen nach Linz/Österreich, des näheren, nach Domagala, allein von 1942-1944 am

2. Januar 1942 120 26. Februar 1942 99

6. Januar 1942 120 2. März 1942 100

9. Januar 1942 120 3. März 1942 97 ‘ 12.. Januar 1942 120 4. Mai 1942 118 15. Januar 1942 98 6. Mai 1942 119 16. Januar 1942 100 18. Mai 1942 116 19. Januar 1942 100 20, Mai 1942 60 20. Januar 1942 99 28. Mai 1942 119 22. Januar 1942 100 11. Juni 1942 29 26. Januar 1942 100 10. August 1942 98 27. Januar 1942 100 12. August 1942 83 16. Februar 1942 60 7. November 1942 90 17. Februar 1942 100 12. November 1942 120 19. Februar 1942 99 14. November 1942 120 23. Februar 1942 100 8. Dezember 1942 12 24. Februar 1942 100 9. November 1944 150

Zusammen wurden 3166 Gefangene zum Vergasen geschickt, darunter ungefähr 700 Polen.

Was in Dachau das Gas nicht tat, besorgte dort in gleichem Maße die Kugel in Massenhinrichtungen.

Niemals wird wohl die Zahl ihrer Opfer festgestellt werden können. Was näher bekannt ist, dürfte wirklich nur ein Bruchteil des Geschehenen sein.

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