Druckschrift 
Wie war das in Dachau? : Ein Versuch, der Wahrheit näherzukommen / von Johann Neuhäusler
Entstehung
Seite
30
Einzelbild herunterladen

Und doch ist dies alles noch nicht des Grauens volles Maß, war viel Ster- ben ohne Registrierung, z. B. von allen, die auf dem Transport starben und

nur noch als Leichen nach Dachau kamen.

So berichtet Pfarrer Goldschmitt(S. 150):

In der ersten Juliwoche 1944 liefen zwei Züge mit Franzosen aus Com- piegne ein. Am>. Juli erlebten wir geradezu Unglaubliches. In den Vieh- wägen lagen unter den Lebenden 370 Leichen. Die Feder sträubt sich zu erzählen, wie diese bedauernswerten Landsleute durch Hunger, Durst und Hitze während der mehrtägigen Reise von Compiegne bis Dachau unter den grausamsten Schmerzen dahinstarben.Ein reichsdeutscher Pfarrer, der Zeuge des Totentransportes war, sagte ZU mir: ‚Dies alles kann Deutschland nie wieder gutmachen, nie genug sühnen.

Joos(Leben auf Widerruf, S. 147 ff) bestätigt und ergänzt den vor- stehenden Bericht folgendermaßen: anzösischer politischer Deportierter, der am 5. Juli 1944 sollte nach den Laufzetteln 2582 Mann bringen. Es d 483 Tote. Die anderen Toten waren bereits n. Niemand im Lager glaubte der SS, die das genen hätten unterwegs Streit unter sich ge- ig totgetreten. Sie waren erstickt. Der Arzt Lagerarzt versah, wurde zwangs- geweigert hatte, einige Kranke

Der Transport fr von Compiegne kam, kamen nur 952 Lebende un unterwegs ausgeladen worde Gerücht verbreitete, die Gefan habt und hätten sich gegenseit Dr. Marsault, der in Compiegne Dienst als weise nach Dachau mitgenommen, weil er sich als transportfähig zu bezeichnen. Spätere Transp Menschenlast auf dem Spielplatz ab, vor unseren

orte lagerten wie üblich ihre rofenstern(s. Kap. 6):

30 Kinder dem Tode geweiht

80 jüdische Kinder waren für wenige Wochen in Dachau. Der Jüngste 8 Jahre alt, derÄlteste 15. Er fühlte sich als Sprecher für alle. Ungewöhnlich e und schon längst ausgebildet in seinem Handwerk, setzte

reif für seine Jahr iesem Transport und den mutmaß-

er uns sachlich auseinander, was er von d lichen Absichten der SS hielt: ‚Wir werden getötet werden wie unsere Väter und Mütter. Wir wissen es. In dem Lager, aus dem wir kommen, rief man jeden Tag einige aus der Reihe. Sie verschwanden, und wir haben nie mehr von ihnen gehört. Nun ist die Reihe an uns. Man wird uns von hier ab- transportieren und in die Gaskammern stoßen. Es soll wohl so sein.

14 Tagen später gings weiter(Joos).

30

N

h)

N

näh