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Das Tagebuch des Dawid Rubinowicz / [übers. von Stanislaw Zyliński]
Entstehung
Seite
115
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gedacht, daß die Juden aus Skarzysko kommen. Ich rannte raus, und richtig, sie kamen angefahren. Von weitem war zu sehen, wie sie mit Händen, Mützen winkten, ich sah auch, wie mein Vater winkte. Ich schmiß alles hin, lief hinterher und kam gleichzeitig mit dem Auto an. Sofort nahm ich dem Vater das Bündel ab, und er stieg vom Auto. Mutter nahm mir das Bündel ab, und ich ging zur Polizei, das Paket zurückzuholen. Ich ging in die Wohnung und konnte vor lauter Freude den Vater nicht einmal begrüßen. Niemand kann sich unsere Freude vorstellen, nur der kann sie sich vorstellen, der das selber erlebt hat. Es war alles wie in einem Film, so viel durchlebten wir fast in einer Sekunde. Es war sofort voller Leute, alle kamen, um was Gutes zu erfahren. Vater hatte sich den Arm verletzt, darum hatten sie ihn raus- gelassen... Zuerst bin ich sehr erschrocken, weil ich dachte, daß er sehr schlimm verwundet wäre. Es ist mir schwer, alles, was Vater erzählte, zu be- schreiben. Ich fange von Anfang an, am schlimm- sten war die erste Woche, bis er sich eingewöhnt hatte. Die Arbeit war nicht so schrecklich, nur die Disziplin war schrecklich; wenn einer nicht gut marschiert oder singt, kriegt er Prügel. Geweckt wird um 4 Uhr früh, um 5 Uhr nachmittags hört die Arbeit auf. 13 Stunden lang kann man sich nicht

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