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Das Tagebuch des Dawid Rubinowicz / [übers. von Stanislaw Zyliński]
Entstehung
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25. Mai: Sehr früh kam der Onkel aus Bieliny, der mir gleich erzählte, daß er 20 Zioty Strafe gezahlt hat. In diesen kritischen Zeiten kann man sogar diese 20 Zloty nicht verdienen. Die Strafe hat er dafür gezahlt, daß er mit mehreren Juden unter- wegs war, und ein Jude hatte keinen Passierschein. Er hat noch viel Glück gehabt, daß sie ihn nicht gleich mitgenommen haben. Der Onkel hat keine Zeit vergeudet und ist gleich nach Hause gegangen. Heute wurde eine Bekanntmachung angebracht, daß der Rat morgen nach Skarzysko fährt. Wir ha- ben kein besonderes Paket geschickt, sondern nur Geld, vielleicht bekommt er Brot vom Rat. Wir machen ein kleines Päckchen und legen es zu in das Paket der Kusine.

27. Mai: Der Bruder brachte vom Rat ein Paket für uns und einen Brief. Der Vater schickte seinen Sweater, einen Schal und warme Wäsche zurück und obendrein noch ein sauberes buntes Hemd, das wir ihm geschickt haben. Er möchte, daß wir ihm weiße Wäsche schicken. Der Vater fragt, warum wir ihm nicht häufiger schreiben, er hätte soviel Freude, wenn er einen Brief von zu Hause bekäme, und den liest er dann mehrere Male täglich. Morgen kommt er vor die Kommission, weil er nicht arbei- ten kann. Der Vater schreibt, daß an allem Abram

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