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Das Tagebuch des Dawid Rubinowicz / [übers. von Stanislaw Zyliński]
Entstehung
Seite
25
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ren nach Bodzentyn Haussuchung machen. Als sie vorbei waren, kam gleich der Onkel, aber er wußte nichts, weil sie unterwegs an ihm vorbeigefahren waren, und er sagte, daß sein Sohn am Abend zu- rückkommt, dann wird er sagen, wohin sie gefah- ren sind. Nachmittags kam er und erzählte, daß sie noch hinter Bodzentyn in ein Dorf gefahren sind, weil die Bauern kein Vieh auf Kontingent abgege- ben haben, da haben sie viele Kühe mitgenommen.

16. Juli: Heute war schönes Wetter im Walde. Gleich morgens waren wir Beeren sammeln gegan- gen und hatten schon ganze Menge gepflückt, eine halbe Schüssel voll, da fiel so ein Nebel im Walde, esfinganzuregnen, und wir sind gleich nach Hause gelaufen. Ehe wir aus dem Walde kamen, waren wir ganz durchgeweicht. Als wir zu Hause anka- men, haben wir uns umgezogen.

17. Juli: Als ich auf dem Hof stand, da sah ich ein Fräulein, das radfuhr und plötzlich das Gleichge- wicht verlor. Sie fuhr an der Biegung vorbei, fiel hin und fing an, laut zu schreien. Der Vater ging gleich zu ihr hin und zog sie unter dem Fahrrad hervor. Sie hatte sich das Knie bis auf den Kno- chen verletzt. Sie schrie schrecklich vor Schmerz. Mama hat ihr gleich einen Verband gemacht, und