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Das Tagebuch des Dawid Rubinowicz / [übers. von Stanislaw Zyliński]
Entstehung
Seite
24
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Holz sammelten, haben wir einen Fuchs gesehen, ein bißchen kriegten wir Angst, aber der Fuchs kriegte vor uns auch Angst und lief weg, wir haben weiter Reisig gesammelt.

10. Juli: Eine sehr schwere Zeit ist gekommen. Jede Stunde ist schwer zu durchleben. Immer haben wir etwas Lebensmittelvorräte gehabt, wenn auch nur für einen Monat, und jetzt ist es schwer, für einen Tag Lebensmittel zu kaufen. Kein Tag vergeht, daß nicht einer betteln kommt; wer immer auch kommt, will nichts anderes, nur essen, was jetzt am schwer- sten ist.

11. Juli: Jungen, die in den Wald nach Beeren gin- gen, haben auch uns gerufen. Wir nahmen eine Schüssel mit. Zum erstenmal in diesem Sommer gingen wirin den Wald nach Beeren. Als wir anka- men, fingen wir gleich an, Blaubeeren zu pflücken. Es macht Spaß, Blaubeeren zu pflücken, nur die Mücken und Fliegen haben sehr gestochen. Wir ha- ben die Schüssel voll gesammelt und sind nach

Hause gegangen, 5 Liter haben wir gesammelt für den Anfang.

14. Juli: Heute fuhren zwei Autos mit deutscher Gendarmerie aus Kielce vorbei. Man sagte, sie fah-