zen genommen, 3 Zentner Roggen, 10 Zentner Kar- toffeln und 4 Zentner Hafer, und er mußte alles nach Bieliny fahren. Sie haben ihn eingesperrt, weil er Getreide so teuer verkauft hat.
13. Juni: Auch heute haben Gendarmen bei reichen Bauern Haussuchung gemacht.
14. Juni: Nach dem Mittag saß ich am Tisch, und da sah ich, wie eine Pferdekutsche mit Gendar- men angefahren kam. Sie hielten bei uns an, ka- men rein und fingen gleich an, eine Haussuchung zu machen; als sie jede Ecke durchsucht hatten, sagten sie, daß der Vater am 16. zu ihnen kommen muß. Wir haben überhaupt nicht gewußt, was sie suchten.
16. Juni: Heute früh ist der Papa zur Gendarmerie gegangen, die Mama ist auch mitgegangen. Als der Papa aus dem Hause ging, waren wir alle sehr trau- rig, stundenlang habe ich aus dem Fenster geguckt und gedacht, vielleicht kommen sie, aber eine Stun- de nach der anderen verging, und sie waren nicht zu sehen, ich habe mir allerlei Gedanken gemacht, ob sie verhaftet worden sind, ob es diese Gendar- men gar nicht gibt, ich wußte selbst nicht mehr, was ich denken sollte. Ich habe meine Pantoffeln
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