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Das Tagebuch des Dawid Rubinowicz / [übers. von Stanislaw Zyliński]
Entstehung
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nachm. kommen. Und da kam schon der Abend, und er war immer noch nicht aus Kielce zurück. Wir wußten nicht, was wir davon denken sollten, was dort passiert war. Den ganzen Abend warteten wir auf sie, erst um 2 Uhr nachts kamen sie an.

3. April: Heute kamen auch viel Fuhrwerke mit Sa- chen angefahren. Abends, als wir dasaßen und uns mit dem Onkel erzählten, kam ein anderer Onkel, ich überlegte, wo sie nur bei uns bleiben werden.

4. April: Der Onkel, der gestern kam, ist heute nach Beczköw gefahren, denn er ist Schneider und hat dort gearbeitet.

9. April: Wir haben erfahren, daß der Onkel, als er nach Beczköw fuhr, es sich überlegt hat und ins Ju- denviertel zurückgefahren ist. Wir machten uns deshalb große Sorgen, denn wir wußten ganz genau, daß er dort nichts zu essen haben würde. Wie er ge- arbeitet hat, so hat er sich immer ernährt. Und heute geht es so vielen Leuten wie ihm. Der Termin zum Übersiedeln war nur vom 1. April bis heute mittag 12 Uhr.

23. April: Zu uns ist ein Junge aus diesem Viertel gekommen. Er hat erzählt, 2 Kilo Schwarzbrot

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