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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
Entstehung
Seite
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tätowiert

auf den linken Unterarm

Teil der Häftlinge wurde die Häftlingsnummer

Einem

Wir sagten uns, wenn unsere Kraft nicht mehr zur Ret- tung der Lagerinsassen ausreicht, dann müssen wir be- strebt sein, einen Teil unserer besten Kräfte aus dem Lager hinauszuschaffen, um auf diese Weise zu versuchen, die Aufmerksamkeit auf unser Lager zu ziehen. Einzelne Kameraden sollten es versuchen, die Front der sowjeti- schen Truppen zu erreichen, um auch dort unsere Situation schildern zu können. Die endgültige Rettung konnten wir nur von ihnen erwarten.

Nun wurde die Reihenfolge der Ausbrüche aus dem Lager festgelegt. Als erste waren unser Freund Ernst Burger mit zwei Polen und einem SS-Mann vorgesehen und wenige Tage darauf noch andere Kameraden. In

einer Woche sollten sich etwa zehn Freunde auf dem Weg nach draußen befinden.

Es war vereinbart, daß Heinz Dürmayer und ich blei- ben sollten, um die Widerstandsarbeit im Lager nicht zum Erliegen kommen zu lassen. Auch Cyrankiewicz, der ursprünglich ebenfalls das Lager verlassen sollte, wurde von den polnischen Kameraden beauftragt zu bleiben.

Die Flucht unserer Besten

Rudolf Frömmel und Viktor Wessely hatten es unter- nommen, die Flucht der ersten Gruppe zu organisieren. Rudolf Frömmel, ein Mann in den dreißiger Jahren, hatte am Wiener Februarkampf 1934 als Angehöriger des Republikanischen Schutzbundes teilgenommen und war zu einer mehrjährigen Kerkerstrafe verurteilt worden. Danach war er als Teilnehmer am spanischen Bürger- krieg ausgeliefert worden und über die französischen Lager nach Auschwitz gekommen. In seiner Eigenschaft als Elektriker der Fahrbereitschaft befaßte er sich damit, aus Zündvorrichtungen und einem plastilinähnlichem

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