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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
Entstehung
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Häftlingen zur Arbeit in verschiedene Teile Deutsch- lands zu verschicken. In wenigen Wochen wurden Zehn- tausende abtransportiert. In Birkenau verblieben zeit- weise noch rund fünftausend Männer und etwa fünf- zehntausend Frauen. Im Stammlager Auschwitz befanden sich einschließlich der Frauenlager I und II noch etwa elftausend Männer und beiläufig fünftausend Frauen. Von dieser Belegschaft des Stammlagers waren un- gefähr die Hälfte neue Zugänge von ungarischen Juden. Manche von ihnen hatten noch vor kurzer Zeit auf deutscher Seite an der Ostfront gekämpft und dem- entsprechend war zum Teil auch ihre Einstellung. Im Lagerleben noch sehr unerfahren, konnten sie fürs erste für unseren Kampf nur wenig in Erscheinung treten.

Mittlerweile gingen auch außerhalb des Lagers Ver- änderungen vor sich. Der Warschauer Aufstand war im Abebben. Bei Krakau hatte ein polnischer Partisanen- general mit seiner Division ohne vorherige Verständi- gung mit anderen Kräften einen Angriff durchgeführt, der als isolierter Akt scheitern mußte. Dieser Angriff wurde von den deutschen Faschisten zerschlagen und begrub mit sich auf Grund der Warschauer Verhältnisse _ fürs erste den Aufstandswillen in Krakau und im ober- schlesischen Gebiet.

Wir waren nun gezwungen, aus dieser neuen Lage unsere Schlußfolgerungen zu ziehen und erkannten, daß durch den massenhaften Abtransport von Polen nur einige Hundert blieben im Stammlager- und den der Häftlinge aus anderen Nationen, unsere militärische Kraft sehr geschwächt war.

Neue Taktik

Wir waren nun gezwungen, unsere Taktik zu ändern. Der Plan des Aufstandes wurde aufgegeben.

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