politischen Abteilung, denen die Ermordung unzähliger
Häftlinge aus allen Nationen— insbesondere aber aus Polen- nachgewiesen war. Die polnische Widerstands- bewegung sprach ihnen das Todesurteil aus und ver- öffentlichte es im„Auschwitzer Echo“. Außerdem wurde es den Banditen noch per Post zugestellt.- Diese Maßnahmen riefen, was sie auch bezwecken sollten, eine tiefe Unruhe unter den SS-Führern hervor.
Die Öffentlichkeit wußte nun um alle Verbrechen. Als die ersten Mitteilungen der ausländischen Rundfunk- stationen über Auschwitz bekannt wurden, blieb zunächst noch alles ruhig. Später forderten die Nazibehörden in Berlin, daß die politische Abteilung durchgreife. Auf Grund der ständigen konkreten Angaben zweifelte man nicht daran, daß die Urheber dieser Mitteilungen nur im Lager selbst zu suchen seien.
Wie uns von Häftlingen, die es zufällig mit anhörten, berichtet wurde, äußerte sich der Chef der politischen Abteilung, Schurz:„Sie haben ja gar keine Ahnung, wie sehr das Lager durchorganisiert ist. Packen wir zu, bekommen wir meist nicht die Richtigen,— aber die Welt erfährt sofort davon!“
Als dann aus Berlin Untersuchungskommissionen der Gestapo kamen, konnten auch sie uns nicht fassen. Die internationale Lagersolidarität hat das verhindert. In Krakau ließ der Generalgouverneur Frank Flugblätter verbreiten, in denen es hieß: Die augenblicklich über Auschwitz verbreiteten Nachrichten sind Lügen. In Auschwitz ist alles in Ordnung.
Zweifellos hat unsere Arbeit mit dazu beigetragen, daß die SS-Banditen unsicher wurden und manche be- absichtigte Vergasung unterblieb, und dies deswegen, weil wir die Öffentlichkeit vorher davon in Kenntnis gesetzt hatten.
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