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Diese Eingriffe- die sogenannten Abspritzun- gen— wurden im Ambulatorium des Blocks 20 oder im Block 28 des Stammlagers durchgeführt. Der Todeskandidat wurde auf einen Stuhl, der einem zahnärztlichen Sessel ähnlich war, gesetzt und von zwei Häftlingen an den Händen festgehalten, wäh- rend ein dritter ihm mit einem Handtuch die Augen verband und ihn am Kopf festhielt. Dann stieß ihm der eigentliche Henker eine lange Nadel in den Brustkorb, unmittelbar in die Herzkammer, und spritzte ihm das Phenol ein. Der Häftling starb nicht gleich nach der Einspritzung, sondern verlor nur das Bewußtsein. Das Opfer wurde dann von den bei der Einspritzung assistierenden Häftlingen in einen nebenan liegenden Raum gebracht und dort auf den Fußboden hingeworfen, wo es nach einigen Sekunden das Leben beendete.
Häufig wurden„Abspritzungen“- ganz unabhängig davon, ob die Häftlinge krank oder gesund waren— einfach nur in der Absicht durchgeführt, die Lagerbeleg- schaft zu reduzieren.
Nach Errichtung der Gaskammern vollzogen sich die Massenvernichtungen fast geschäftsmäßig, so, als handelte es sich um eine umfangreiche industrielle Tätigkeit. Groß ist die Zahl der Schriftstücke, die dies bestätigen— und beinahe möchte man sagen der„Geschäftsberichte“. Aus der Fülle der Materialien hier nur einige:
Konzentrationslager Auschwitz Auschwitz O/S, 8. Juli 1943 Abteilung IIla
Az: 23/2407/7. 43/S.
Betreff: Neuzugänge aus KL Lublin
An die Kommandantur des KL Auschwitz O/S.
Heute früh traf der Häftlingstransport von Lublin mit 1500 Häftlingen gegen 6 Uhr hier ein, und waren dar-
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