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Widerstand in Auschwitz / Bruno Baum
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und für die Juden kam dazu noch der Judenstern. Außer- dem bekamen die Häftlinge ihre Häftlingsnummer auf den linken Unterarm tätowiert. Solange das Lager be- bestand, wurden insgesamt rund 400 000 Häftlinge numeriert. Nicht numeriert waren diejenigen, die nach ihrer Aussonderung dem Gastod verfielen.

Das Leben im Lager war so eingerichtet, daß die Lager- insassen in möglichst kurzer Zeit zugrunde gingen. Daher wurden die sanitären Anlagen, besonders in Birkenau, absichtlich in einem solchen Zustand gehalten, daß sie eine ständige Quelle von Seuchen waren. Ärztliche Gut- achten zu dieser Zeit besagten, das Wasser könne nicht ohne Gefahr auch nur zum Mundspülen benutzt werden.

Die unzureichende Versorgung der Häftlinge mit Nah- rungsmitteln führte zu vollständiger Entkräftung, so daß die tägliche und monatliche Totenzahl einen hohen Prozentsatz der jeweiligen Lagerbelegschaft ausmachte. Einige führende SS-Leute bemerkten dazu: Wenn ein Häftling im Konzentrationslager Auschwitz länger als drei Monate leben kann, dann muß er irgendwelche un- lauteren Dinge treiben. Einanständiger Häftling kann es nicht länger als drei Monate aushalten.

Die schwersten Arbeiten im Lager wurden besonders Juden und katholischen Geistlichen aufgebürdet. Schon öfter wurde über die alte Walze geschrieben, die heute noch im Museum von Auschwitz zu sehen ist. Mit Juden und Geistlichen als Zugkräfte bespannt, benutzte man sie zum Walzen von Straßen. Unter vielen Schlägen mußten die Gequälten tagaus, tagein diese schwere Arbeit ver- richten. So, wie es vor mehr als zweitausend Jahren die Sklaven taten.

Die Unterbringung

Selbst die Unterkünfte waren völlig auf den Zweck des Lagers abgestimmt. Während im Stammlager Ausch-

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