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Tote des 20. Juli
Klaus Schenk, Graf von Stauffenberg, Oberst
geb. am 15. 11. 1907 füsiliert am 20. 7. 1944
v. Stauffenberg zeichnete sich schon auf der Kriegs- schule durch überragende Leistung aus. Er wird später ein glänzender Offizier. Man nannte ihn im allgemeinen „den Schlieffen‘' der Zukunft, ein Feuerkopf voller Le- benskraft und Tatendrang. Einige Jahre vor der Aus- führung des Attentats wurde er zum Chef des Stabes des Ersatzheeres ernannt. Er war hier einer der fähig- sten jüngeren Offiziere. Während des Afrikafeldzuges verlor er das rechte Auge und zwei Finger der rechten Hand, was sich später, bei Ausübung des Attentats als sehr hemmend erwies
Julius Leber, Kaufmann
geb. am 16. 11. 1891 in Biesheim hingerichtet am 5. 1. 1945
Julius Leber war überzeugter Sozialist. Freisler nannte ihn den Lenin der deutschen Arbeiterbewegung. Er war tatkräftig und vital. Trotz langer KZ-Haft in jeder Weise ungebrochen. Zu Gördeler stand er in enger Verbindung
Adolf Reichwein, ehem. Professor
geb. am 3. 10. 1898 in Bad Ems hingerichtet am 20. 10. 1944 in Berlin
Adolf Reichwein war Sozialdemokrat, entstammte einer hessischen Lehrerfamilie, bis 1933 als Professor an einer pädagogischen Akademie tätig zur Ausbildung von Volksschullehrern. Wegen seiner politischen Haltung machte man ihn zum Dorfschullehrer. Er war ein Mann von großem Weitblick, den er sich durch Weltreisen er- worben hatte. Man bezeichnete ihn in Freundeskreisen als einen Mann von besonderen Gaben


