Aus der Abschiebsrede des belgischen Kameraden Glineur am 18. April 1945 über den Lautsprecher:
„Wir können dieses Lager nicht verlassen. ohne den Kameraden aller Länder berzliche und brüderliche Grüße zu entbieten und insbesonders unseren deutschen Kameraden. Sie waren die ersten Opfer des Nattonal⸗ soztalismus und von ihnen erhielten wir große Hilfe bei der Verteidigung der belgischen Interessen.“
Aus der holländischen Abschiedserklärung in Buchenwald:
„Wir danken und gedenken insbesondere der deutschen Kameraden. die unter Einsatz ihres Lebens für die Selbstverwaltung des Lagers kämpften. wodurch Tausenden von Antifaschisten das Leben gerettet werden konnte.
Wir grüßen alle deutschen Antifaschisten. denen ein besonders schwe rer Weg bevorsteht. Ihr Kampf wird schwer sein, aber sie baben die Gewißbeit. daß die antifaschistischen Kämpfer der ganzen Welt im Kampf um die Be⸗ sreiung und den Neuaufbau ibrer Heimat mit ibnen steben.“
Aus dem Bericht des polnischen Komitees über das KZ. Buchenwald:
„Als die deutschen Kameraden nach schwerem Kampf mit den Kriminel⸗ len die innere Gewalt im Lager erhielten, konnten wir das volnische illegale Komitee gründen.“ ö
Aus dem Abschiedsgruß der Luxemburger Kameraden au alle Buchenwalder:
„Die Luxemburger grützen alle ihre Buchenwalder Kameraden. die in labrelanger treuer Verbundenbeit und Gemeinschaft mit ihnen gelitten und gearbeitet haben. Sie gedenken dabei besonders ihrer deutschen Kameraden. die als erste die Grausamkeiten und Gewalttätigkeiten des Faschismus er⸗ dulden mußten. Die anttfaschistische Front, die bier in Buchenwald ihre ersten Wurzeln faßte und sich zu einem herrlichen Baum entwickelte. wird immer weiter um sich greifen und bald die schönsten Früchte tragen.“


