Taus- Ihren
ı Be-
1 dieser
d der ‚ eine
onen, igkeit 0 000 - die mehr ken— nsied- ] dem sp aus
de,
Ende Oktober 1942 waren aus dem besetzten Frankreich bereits Zehntausende verschleppt worden, aber die Behörden, die es darauf abgesehen hatten, auch die Juden aus dem unbesetzten Gebiet in ihre Hand zu bekommen, waren mit diesem Tempo nicht zufrieden.
Auf weiteren Konferenzen wurde der Vichyregierung erklärt, die meisten anderen Länder Europas seien der Endlösung der Judenfrage schon viel näher als Frankreich, das das Versäumte nachholen müsse. Gleichzeitig äußerten die deutschen Behörden ihre Unzufriedenheit über die Einstellung der Italiener zur Deportierung von Juden aus dem von Italien besetzten Teil Frankreichs. In der Tat hatten sich die Italiener dieser Politik stark widersetzt, und Ribbentrop wurde angewiesen, die Lage mit Mussolini zu erörtern.
Ein großer Teil der verschleppten Juden war nach Auschwitz ge- kommen. Dann hatte man die Deportierung nach dem General- gouvernement zeitweilig eingestellt, aber inzwischen war beschlossen worden, sofort nach der Wiederaufnahme der Transporte auch ganze Züge mit Kindern in den Tod zu schicken.
Die Nazis versuchten mit allen Mitteln, diese Praxis geheim- zuhalten und den Eindruck zu erwecken, als würden ganze Familien gemeinsam aus Frankreich fortgebracht. Um die Menschen irre- zuführen, wurde daher vereinbart, den Anteil der Erwachsenen und der Kinder an den Transporten in ein bestimmtes Verhältnis zu setzen.
Eine der Deportierungsinstruktionen hatte folgenden Wortlaut:
Die aus dem unbesetzten Gebiet eintreffenden Juden werden in Drancy mit Judenkindern, die sich zur Zeit noch in Pithiviers und Beaune-la-Rolande befinden, vermischt werden in der Weise, daß auf 700, mindestens jedoch 500 erwachsene Juden 300 bis 500 Judenkinder kommen, da nach der Weisung des Reichssicherheitshauptamtes Züge nur mit Judenkindern nicht abgeschoben werden dürfen.
Die Behandlung der Juden in den Niederlanden war nicht weniger grausam, und Seyß-Inquart nahm ihnen gegenüber als Reichs- kommissar für Holland eine erbarmungslose Haltung ein. Anfang 1941 erklärte er in einer Rede in Amsterdam:„Die Juden sind für uns keine Holländer. Sie sind die Feinde, mit denen wir weder zu
259


