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iungen zwischen Himmler und dem Internationalen Roten Kreuz stattgefunden. Die Häftlinge aus den skandinavischen Ländern und die Staatsangehörigen der westlichen Alliierten sollten dem Roten Kreuz Schwedens übergeben werden. Das große Abschied- nehmen begann. Stürmische Freude über die nahe Befreiung und tiefe Sorge um die Zurückbleibenden hielten sich bei denen, die abtransportiert wurden, die Waage. Noch einmal arbeiteten die Widerstandskämp- ferinnen aller Länder Hand in Hand. Es gelang ihnen, einige besonders gefährdete Kameradinnen aus Deutschland und Polen in die Transporte einzu- schmuggeln.
Am 21. April wurden piötzlich 60, am nächsten Tag noch einmal etwa 40 deutsche und österreichische Kommunistinnen und Antifaschistinnen aus Ravens- brück entlassen, die bis zu zwölf Jahre Haft hinter sich hatten. Das ganze Lager hielt den Atem an: Wer- den sie erschossen, vergast? Aber dann kam die fast unglaubliche Nachricht, daß sie ohne SS-Begleitung, ohne Geld und Lebensmittel inmitten eines Stroms ziviler Flüchtlinge auf dem Fürstenberger Bahnhof saßen und auf einen Zug warteten, der sie vielleicht mitnehmen würde.
26. April 1945. Die SS-Ärzte ließen Krankenlisten und andere schriftliche Unterlagen hinter dem Krema- torium verbrennen. Wertvolle medizinische Apparate wurden in aller Eile verpackt und bei der Politischen Abteilung Häftlingsakten vernichtet. Die Häftlinge der Effektenkammer mußten für die SS den Schmuck einpacken, der den Häftlingen gehörte. In dieser Nacht der Spannung, der Angst und der Hoffnung schloß sich kein Auge in den Häftlingsbaracken. Die Frauen horchten auf jeden Laut, der von draußen kam, auf die Bombeneinschläge aus der Richtung Berlin. Von Zeit zu Zeit klirrten die Fensterscheiben ein wenig— die Rote Armee! Würde sie kommen, ehe die faschisti- schen Mörder das Lager mit den 25000 Frauen und
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