bezug auf die Arbeit in der Rüstung. Die antifaschisti- schen Widerstandsgruppen in Ravensbrück versuchten ihrerseits mit allen Mitteln, diese Absicht möglichst zu durchkreuzen. Durch die organisierte Sabotage der Arbeit, die dem Krieg diente, unterstützten sie den Widerstand der deutschen und internationalen Anti- faschisten gegen den Krieg.
Diese Arbeit war sehr schwer und sehr gefahrvoll. Es gab viele Häftlinge, die mit den Antifaschistinnen gemeinsam an den Arbeitsstellen standen, von der Sabotage aber nichts merken durften, weil sie aus Unverständnis, Angst oder Ungeschicklichkeit zu Ver- rätern werden konnten. Die Lagerleitung bediente sich außerdem krimineller Elemente, um die politischen Häftlinge zu bespitzeln. Die SS-Aufseherinnen über- wachten jeden Handgriff, die Lagerleitung hatte die Möglichkeit einer ständigen Kontrolle der geleisteten Arbeit. Viele Häftlinge mußten unter der Anleitung von zivilen Meistern. Vorarbeitern und Ingenieuren arbeiten. Manche davon sahen voller Haß auf die
Gefangenen und schikanierten und quälten sie wie
die SS. Andererseits gab es aber auch nicht wenige Beweise der Sympathie für die Häftlinge und sogar der Unterstützung durch zivile Arbeiter.
Trotz aller dieser Gefahren leisteten die Ravens- brücker Antifaschistinnen Großes in der Sabotage der Kriegsproduktion. Die Revierarbeiterinnen und die Häftlinge des Arbeitseinsatzes versuchten, so viel Kameradinnen als nur irgend möglich vor dem Ein- satz in der Rüstungsindustrie zu bewahren. Anderer- seits sorgten sie dafür, daß bewährte Politische an solche Arbeitsstellen kamen, wo sie Einfluß auf die Produktion nehmen konnten. Vorsichtig wurde ver- sucht, den Häftlingen in den Betrieben klarzumachen, daß sie durch schlechte und wenig Arbeit mithelfen könnten, den Krieg rascher zu beenden und damit ihr eigenes Leben zu retten.
Es gab Häftlinge aus religiösen Gruppen, die sich
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