Ausgesuchten zu streichen. Ich schlich mich in die Kanzlei und wurde dort ertappt.
Als die SS kam, um die Kriegsgefangenen ab- zuholen, weigerten sich die Kameradinnen, sie herauszugeben. Aber die für den Transport Vor- gesehenen hatten sie doch bald gefunden. Die übrigen stellten sich zum Protest in Fünferreihen auf und gingen zum Kommandanten, Jewgenia Lasarowa trat als Dolmetscherin auf. Unter Drohung mit Erschießen jagte er die 500 in den Block zurück, und sie traten in den Hungerstreik.“
Der Zusammenarbeit der nationalen Widerstands- gruppen war es auch zu verdanken, daß die Pläne der SS durchkreuzt werden konnten, als sie die experi- mentell operierten Polinnen in den letzten Tagen ihrer Terrorherrschaft noch vernichten wollte. Sie sollten angeblich mit Rücksicht auf ihre kranken Beine in ein anderes Lager transportiert werden. Die Polinnen wei- gerten sich standhaft, sich evakuieren zu lassen. Einige wurden mit Hilfe der Kameradinnen im Arbeitsein- satz in Arbeitstransporte eingeschmuggelt und ver- ließen Ravensbrück. Andere erhielten die Namen Ver- storbener. Sie lebten wie gehetzte Tiere, versteckten sich in Erdlöchern, Kisten, unter den Betten in frem- den Blocks und in den Krankenbaracken. Sie ver- danken ihr Leben der internationalen Solidarität und der bewährten Kameradschaft der Ravensbrücker Antifaschistinnen.
SABOTAGEIN DER RÜSTUNGS- PRIODIUKSTLON)
Die SS versuchte mit allen Mitteln, in ihren Betrie- ben höchste Leistungen aus den hungrigen Häftlingen herauszupressen. Das gleiche Bestreben hatte sie in
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