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weigerten, bestimmte Arbeiten für militärische Zwecke zu leisten, und lieber schwerste Strafen auf sich nah- men. Als sie hörten, daß die aus der Angorazucht ge- wonnene Wolle für Wehrmachtszwecke verwendet wer- den sollte, stellten sie die relativ leichte Arbeit sofort ein. Sie lehnten es kategorisch ab, Nähzeuge für die Wehrmacht herzustellen oder Stroh für Wehr- machtspferde abzuladen.
In den SS-Betrieben sabotierten die bewußten Kriegsgegnerinnen unter den Häftlingen die Produk- tion von Uniformen für die Waffen-SS. In den Lager- hallen wurden möglichst viele für den Krieg brauch- bare Gegenstände bei der Aussortierung durch die Häftlinge unbrauchbar gemacht oder unter die Sachen eingeordnet, die für die Häftlinge bestimmt wurden.
In den Werkstätten der Siemensbetriebe Ravens- brücks arbeiteten die Antifaschistinnen aller Nationen vorbildlich für die Beendigung des Krieges, obwohl dort die Kontrolle durch die SS naturgemäß sehr streng war. Langsam arbeiten und Ausschuß produ- zieren war die Parole. Die in den Büros arbeitenden Häftlinge korrigierten auf den Leistungsbogen die Arbeitsleistungen ihrer Kameradinnen, so daß die wenig Arbeitenden der Strafe entzogen werden konn- ten. Materialien, die besonders knapp waren, wurden systematisch zerstört oder versteckt, so daß die Fertig- stellung ganzer Aggregate verhindert werden konnte. Im Herbst 1944 gelang es den Antifaschistinnen, 30000 dringend angeforderte Spulen unbrauchbar zu machen.
Besonders mutig im Widerstand gegen den Krieg zeigten sich die sowjetischen Frauen. Sie ließen sich ebensowenig wie ihre französischen, polnischen, belgi- schen, holländischen und tschechischen Kameradinnen zwingen, gute Arbeit in der Herstellung von Kriegs- material zu leisten, das ihre eigene Heimat zerstören und ihre eigenen Familien töten sollte.
Hervorragend war ihr Widerstand im Arbeitslager
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