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Die Frauen von Ravensbrück / herausgegeben vom Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der Deutschen Demokratischen Republik ; zusammengestellt und bearbeitet von Erika Buchmann
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ihnen zugesteckt. Um in das Krankenrevier aufgenom- men zu werden, mußte man mindestens 39 Grad Fie-

ber haben— die Pflegerinnen fälschten die Tempera- mel turen und ermöglichten so die Aufnahme in eine der Stel Krankenbaracken. In Zusammenarbeit mit den politi- der schen Kameradinnen der Küche organisierten sie für rigk Typhuskranke und andere Patientinnen heimlich ein lich wenig Diätkost. Als dem Strafblock der Besuch des bar Krankenreviers verboten wurde, konnte die Block- 1 Sele älteste, eine deutsche Kommunistin, über ein halbes D Jahr gemeinsam mit einer tschechischen Stubenältesten| tete heimlich im Block verbinden und andere Krankheiten| ärzt heilen, weil sie von ihren Freundinnen im Revier lau-| reyi fend die nötigen Verbandstoffe und Medikamente| song erhielt.| ver

Häftlinge, die zur Arbeit zu schwach oder krank wu waren, bekamen vom SS-Arzt nur mit großen Schwie- Bes rigkeiten Bettkarten, d. h. die Genehmigung, im Bett non zu bleiben, oder„Bedingt-tauglich-Karten“, die sie be-| ten rechtigten, im Block der Strickerinnen oder als Stuben-| den dienst zu arbeiten. Die antifaschistischen Ärztinnen nid schrieben solche Karten heimlich selber aus, wenn der j A SS-Arzt sie Kranken verweigert hatte. Sie fälschten den Fieberkurven und Krankenblätter, um Tuberkulöse,"808 schwer Herz- oder Nervenkranke vor der Selektion ling für die Gaskammern oder vor dem Vernichtungstrans-' port nach Auschwitz, Lublin oder Bergen-Belsen zu| lage schützen. Es wurde manchmal erreicht, daß eine Ka-| die meradin, für die Gefahr bestand, in die Uckermark ges gebracht zu werden, von den Revierhäftlingen dadurch dur gerettet wurde, daß ihre Personalien mit denen einer I rad Töten ausgetauscht wurden, so daß sie unter frem-| stär dem Namen im Lager untertauchen konnte. er

Viel Mühe kostete es die antifaschistischen Häftlinge meı des Reviers und die Blockältesten, den Frauen begreif- ru lich zu machen, daß sie an bestimmten Tagen nicht zur hör Behandlung ins Revier gehen sollten. Sie konnten Pf;

ihnen nicht sagen, daß die Ärzte dort saßen, um unter che

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