Druckschrift 
Die Frauen von Ravensbrück / herausgegeben vom Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der Deutschen Demokratischen Republik ; zusammengestellt und bearbeitet von Erika Buchmann
Entstehung
Seite
28
Einzelbild herunterladen

Reiches sich immer mehr füllten und die kleinen Ab- teilungen für Schutzhaftgefangene nicht mehr aus- reichten, ließen die Geheime Staatspolizei und die SS einige hundert Schutzhäftlinge in das ehemalige Pro- vinzial-Werkhaus Moringen am Solling bringen. Auch dort reichten die Räume für die Gefangenen bald nicht mehr aus. Am 15. Dezember 1937 wurden über 500 Frauen und Mädchen aus Moringen in das neue KZ Lichtenburg übergeführt. Aber der Kampf gegen Krieg und Faschismus ging in Deutschland trotz des brutalen Terrors weiter, und bald wurde auch dieLichte zu klein. In aller Eile wurde Ravensbrück errichtet, und noch ehe die Kanalisationsarbeiten beendet und die Straßenarbeiten in Angriff genommen worden waren, traf am 23. März 1939 der erste Transport weiblicher Häftlinge auf dem Bahnhof in Fürstenberg ein, um von dort ins KL Ravensbrück gebracht zu werden.

Bei diesen Gefangenen handelte es sich nicht um Politische, sondern um Bibelforscherinnen und Kri- minelle, die von der SS inAsoziale undBerufs- verbrecherinnen eingeteilt wurden. Sie kamen einer- seits ins KZ, weil die Gefängnisse und Zuchthäuser überfüllt waren, andererseits aber auch in der Absicht, sie ebenso wie die Politischen zu liquidieren.

Am 18. Mai 1939, dem Himmelfahrtstag, trafen dann 860 deutsche und 7 österreichische Schutzhäftlinge aus dem KZ Lichtenburg in Ravensbrück ein. Unter ihnen befanden sich etwa 150 Kommunistinnen, Sozialdemo- kratinnen und andere Antifaschistinnen.

Unter den politischen Häftlingen gab es eine größere Anzahl, die wegenVorbereitung zum Hochverrat schon drei, vier oder sogar fünf Jahre Gefängnis- oder Zuchthaushaft hinter sich hatten. Sie waren von einem bestimmten Zeitpunkt ab nach der Verbüßung ihrer Strafen nicht mehr nach Hause entlassen, sondern als unverbesserliche Staatsfeinde in das Konzentrations- lager geschickt worden. Dort blieben die meisten bis zum Ende des Krieges und der Hitlerherrschaft.

28

Untel eine d! Die Hit zügello: Prograf Fremde den, so den Als H gegen| er reg wurder Die Sy Bevölk strafe' zu zal Tages erschie boten, Männe ben St lich m: kamen wurde: und d ein pi frage hieß; Jüdiseh kamm vensbr um, Nacl nach| das L Deuen en, S Alle