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Gelb und důnn hält das Kind die Sand hoch, es klam⸗ mert sich an den Bruder; aber das Leben ließ sich nicht festhalten. Der Tod war stärker und ohne Erbarmen. Ein Saugen ist in der Luft, ein Klirren und Kauschen, der Schrei von diesen Tausend Gemordeten, erbar⸗ mungslos Singeschlachteten. Ich höre den Schrei, taumele einen Augenblick vor dem Grauen, aber dann ziehe ich den Gewehrriemen fester an. Wir haben den Tod in vielerlei Gestalt gesehen. Dieser Tod unschuldiger menschen bleibt das Entsetzlichste von allem. Die Er⸗ schlagenen, Zertretenen, Erschossenen auf den Straßen und Feldern, in den Doͤrfern und Städten, die anklagende Sand im Dorfteich, das unschuldige Rind hier auf dem Wagen.
Auch Leid härtet.
„Sertigmachen!“
Die Schläfer taumeln hoch. wir stehen ein paar Minu; ten neben dem wagen. Ottos gutmütiges, verschlafenes Gesicht hat sich verzerrt, seine Augen sehen immer nur das Kind mit dem spitzen, gelben Gesicht. Wiesner, der alte weltkrieg soldat, spielt nervos mit dem Abzug seines Gewehrs. Werner sieht starr geradeaus. Ein paar Minu⸗ ten stehen wir so, dann wenden wir uns schroff und gehen über die Straße zu den Fahrzeugen.
zwanzig Minuten später marschiert das Bataillon.
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