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Ein paar Tage später erscheint der Vormarsch noch einmal gefährdet. Auf offenem Feld muß das Bataillon halten, ab und zu kommt eine Granate und schlägt heu⸗ lend und krachend nicht weit von den Volonnen ein. Es gibt kein Ausweichen nach links und rechts. Über dieses Feld geht der Marsch, auch das gehort zu dem großen Plan.
Einmal müssen wir halten, wir liegen in der Sonne in Sandlöchern, essen und schlafen. Otto blinzelt in die Sonne und spielt auf der Mundharmonika sein Lieb- lingslied:„Nornblumenblau sind die Augen der Frauen am Rheine—“
pausenlos spielt er mit Inbrunst immer den selben Schlager. Kradräder wühlen sich durch den Staub.
„Fertigmachen!“
Das Bataillon marschiert weiter. Der Feldweg endet in einem feuchten Acker. Der Acker ist grundlos. Die Fahrzeuge wühlen sich immer tiefer ein. Salt.— Halt! Eine Stunde vergeht, zwei, drei, vier Stunden. Am Nachmittag halten sie noch am gleichen Fleck. Die Munitionswagen einer Artillerieabteilung überholen auf der rechten Seite, jedes Fahrzeug mit vier und sechs pferden bespannt, jagen sie vorbei. Die Peitschen knallen auf die Pferderücken, die Pferde reißen an den Strängen. Ein Fahrzeug bleibt stecken. Tief eingewühlt versinken
5 Ehrhardt, Vormarsch im September 65
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