Druckschrift 
Vormarsch im September : Infanterie im Polenfeldzug / Justus Ehrhardt. [Künstler. Ausgestaltung: J. Nordmann]
Entstehung
Seite
57
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zum Gutshof. Überall neben der Straße roͤcheln die Schläfer. Die Fahrzeuge sind zwischen die Bäume ge⸗ fahren. Der ganze wald atmet gespenstig regungsloses geben. An der Kreuzung übernehmen wir Verwundete auf Bahren, einer hat einen schweren Gberschenkelschuß. Die Last zieht nach unten. Der Verwundete spricht leise, er lebt noch: Ist es nicht ein großes Wunder? In kleinen Gruppen tappen neben uns andere Verwundete zurück zur Verbandstelle hinter der Strohmiete. Der Arzt nimmt sie in Empfang. Beim Schein einer Taschenlampe legt er Verbände an, ein gutes Wort stärkt. Bald wird auch der Sanitätswagen kommen: Morgen früh seid ihr im Lazarett!

Neben dem Gutshof liegt der tote Sanitäter. Mitten aus der Arbeit heraus hat ihn die Granate gerissen. Zu⸗ rück zum Verbandsplatz. Sinlegen, schlafen. Aber da reißt uns der Befehl hoch:SFertigmachen! Stumm marschieren wir nun zum drittenmal am Gutshof vor⸗ bei, bis zum Dorfeingang. In der Sälfte des Dorfes sitzen noch die polnischen Abteilungen. Die Gefechtsfahr⸗ zeuge werden auf das Feld links von der Straße ge⸗ fahren. Zwischen Schützenlöͤchern, MG. Ständen und KRuscheln von Unkraut setzen die Soldaten ihren unter⸗ brochenen Schlaf fort.

Um ein Uhr übernehmen Werner und ich die Wache.

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