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Vormarsch im September : Infanterie im Polenfeldzug / Justus Ehrhardt. [Künstler. Ausgestaltung: J. Nordmann]
Entstehung
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Die Stunden schleichen dahin; aber ganz unversehens kommt doch der Abend und dann die Nacht. Das Feuer schweigt. Wir liegen an einem Sang hinter dem Guts⸗ hof und schlafen. Das Bewußtsein ist ausgelöscht, die Glieder bleiben verkrampft. Ringsum werden Nester für schwere Maschinengewehre ausgehoben, Panzerabwehr⸗ geschütze, hinter zweigen und Stroh getarnt, aufgestellt. Es wird mit einem neuen Durchbruchsversuch einer starken feindlichen Übermacht gerechnet. Leuchtkugeln sprühen links und rechts auf.

Verwundete müssen von vorn geholt werden.

Eine Stimme wandert in der Dunkelheit zwischen den Schläfern hindurch, jemand stolpert gegen Gewehr pyramiden:Verwundete zum Verbandsplatz tragen!

Die Müdigkeit eines Tages mit vierundzwanzig Stun⸗ den, eines Marsches ohne Rast, des Gefechtes und Ent⸗ setzens vor den Greueln hat unseren Willen gelähmt. Nur schlafen, liegen, ausruhen. Röcheln und tiefes, stoͤhnendes Schnarchen antwortet.

Einer zieht die Beine schmerzend an sich. Den Gber⸗ körper aufgerichtet, hochtaumelnd tastet er zum Gewehr, zwei, drei Mann hinter ihm, stolpern wir über das Feld und dann den weg den Sang hinauf zum Gutshof. Jangsam, langsam, Schritt vor Schritt. Einer flüstert: Sat jemand noch eine Zigarette? Stumm tappen wir

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