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Aber da steht ein Mädchen im roten Mieder und lächelt mit braunem, schmalem Gesicht und jungen, heißen Augen. Sie lächelt so froh und ungestüm, daß ich die Blumen aus ihrer Sand nehme. Es duftet nach Rosen, wahrhaftig, es sind drei rote Rosen, ich winke mit den Blumen und marschiere an dem Mädchen mit dem roten Mieder vorbei. Das ist wie Abschied von Freude und von Schönheit.
Marschieren, marschieren und nicht mehr denken. Die Rosen hängen im Voppel, leuchtendrot, dann blättern sie langsam ab. Der Gewehrkolben stoßt dagegen. Staub wirbelt über die abgeernteten Felder. Die Sonne sinkt zögernd über den Wald und in ein Tal hinein. Dann kommt die Dämmerung und die Nacht. Die erste Nacht im feindlichen Land. Über dem Staub glitzern die Sterne. Der Simmel spannt einen weiten barmherzigen Mantel über das Leid, das ein großes Volk ertragen mußte.
Die nächsten Dörfer sind verlassen. Sunde bellen sich heiser, das Vieh brüllt klagend in den Ställen. Die menschen sind verschleppt oder geflohen, gequält oder vielleicht tot. Seiser und rauh sprechen die Soldaten davon, in unseren Augen glimmt der Jorn. Spät in der Nacht wird der Gutshof besetzt. Die Wachen gehen mit schußbereiten Gewehren um die Säuser. Die Pferde
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