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Vormarsch im September : Infanterie im Polenfeldzug / Justus Ehrhardt. [Künstler. Ausgestaltung: J. Nordmann]
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weit geöffnet die Augen. Dicht und schwarz recken sich neben der Straße die Wälder. Breite Stacheldrahtver⸗ haue laufen über die Höhen. Neben der Straße liegen die Baumstämme, frisch gefällte Tannen, Fichten. Straßen- sperren, rasch von den Pionieren entfernt. Es wird schnel⸗ ler marschiert, noch schneller. Wir sehen uns nicht mehr an, keiner achtet mehr auf den anderen, jeder ist mit seinen Gedanken allein. Das dauert eine Stunde und die andere, dann rücken wir zusammen. Wir sind zwölf Soldaten eines Infanteriebataillons. Einer gehört zum anderen, wir treiben alle zusammen wie ein Schiff auf feindlichem Meer. Wir marschieren wie achthundert Rameraden vor und hinter uns, wie hunderttausend mit uns.

In einem Dorf wehen deutsche Fahnen. Bauern, Frauen und Kinder stehen am Wege und werfen Blu⸗ men. Das Dorf ist sauber, aus den Gärten quellen in roten, weißen, gelben Farben spätsommerliche Astern, Rosen, Dahlien. Die Gärten sind leuchtende Grüße, die Blumen wehen in die Volonnen hinein, den Pferden an das Lederzeug, den Soldaten an die stählernen Selme. Eine Frau mit runzelig gütigem Gesicht reicht mir Blumen. Ich gebe sie an die Nameraden auf den Fahr⸗ zeugen weiter. Eine fremde Scheu hindert mich daran, Blumen zu tragen:Noch nicht, jetzt noch nicht. Der Krieg beginnt erst!

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