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Vormarsch im September : Infanterie im Polenfeldzug / Justus Ehrhardt. [Künstler. Ausgestaltung: J. Nordmann]
Entstehung
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marschierender Heere. Millionen wachen in dieser Nacht, endlose Züge stampfen durch die Dunkelheit. Motorisierte Rolonnen knattern über die Autobahnen. Alle Straßen sind überfüllt: nach Gsten. Wieviel Abschiedstränen werden in dieser Nacht vergossen! Grüßen und winken überall, Abschied wird genommen, werden wir uns ge

sund wiedersehen? Niemand weiß, was der morgige Tag bringt. Funksprüche knattern rings um den Erd ball. Kuriere starten mit Sonderflugzeugen von einem Land zum anderen. wird der Lärm des Alltages noch einmal die Hilferufe unterdrückter Millionen übertönen?

Ich will in dieser Nacht, in der so Gewaltiges ge⸗ schieht, nicht schlafen. Aber schon sinkt mein Ropf vorn⸗ über, schlägt dumpf gegen eine Wand, gleitet abwärts, bleibt auf einem Paar fremder Stiefel liegen. Ich spüre noch den kalten, zugigen wind der rascheren Fahrt, und dann löscht das Bewußtsein aus.

Gleich darauf hebt sich der Ropf wieder hoch. Da hängt draußen der fahlgraue Morgen. Stunden müssen vergangen sein. Regen tropft unter wehenden Nebel⸗ fahnen heraus. Langsam fährt der Zug über Weichen. In den Büschen kauern, liegen und stehen Posten. Da sind Maschinengewehre aufgestellt. Schützenlöcher mit Stroh und da drüben ein Geschütz. Und uberall Sol⸗ daten. Soldaten. Gesicht nach Gsten.

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