hienen Straße d man- It, mit Ibe be- izei zu gehabt berich- m dar- h selbst pitzbart mit ihr
r stand. bel oder zu jeder eigenen tzbuben 1d Para- itischen gewann Hitlers yun ZUf ‚einah- gen das uspe1s0"
n50 wie ind dem igungen Ine Mit mmlun- sche Ber gutschen
Bespie
chungen mit«dem Juden» ab; sie erteilten ihre Ratschläge, die Befehle waren, nicht mir, sondern untergeordneten An- gestellten. Das Material, das die NS-Betriebszellen-Obleute verteilten, mußte die Atmosphäre vollends vergiften. Mehr und mehr wurde es mir peinlich, Anordnungen persönlich zu geben und mich in Zweifelsfällen durchzusetzen. Das Geschäft begann einer Maschine zu gleichen, die, außer Takt geraten, allmählich zum Stillstand kommt. Soll ein Unter- nehmen gedeihen, so muß es von einer Gemeinschaft be- trieben werden, die den kleinsten Handlanger und den höch- sten Beamten einschließt und von ihnen allen getragen wird, um den Geist des Hauses zu bilden, jenes spezifische Ge- schäftsklima, das als Besonderheit und Eigentümlichkeit die Menschen anzieht. Nun aber hatte der Sturm der Zeit das Klima unserer Tradition weggefegt, den Begriff der verfem- ten jüdischen Atmosphäre wie Schmutz auf uns geworfen. «Die Juden sind unser Unglück» und das«Kauft nicht beim Juden!» spannte sich auf breiten Spruchbändern quer über die Straßen der Städte, möglichst nah den jüdischen Firmen; im Grunde eine offene Bedrohung des Publikums so sehr wie ein Todesurteil gegen uns.
In kurzer Zeit hatten wir, von allen Imponderabilien abge- sehen, einen Schaden von vielen hunderttausend Mark und mußten schon 1935 feststellen, daß die Filiale Koblenz nicht mehr gehalten werden konnte. Der Niedergang begann, der ein Abgewürgtwerden war, ein Katz- und Mausspiel, das die braunen Machthaber mit den recht- und wehrlosen Juden trieben. Mochte ich manchmal mich fragen, warum sie nicht ein«Gesetz» machten, dem zufolge die jüdischen Geschäfte einfach und insgesamt geschlossen würden- nun ja, die Nazis brauchten offenbar die Juden als Zielscheibe und Sündenbock so nötig wie das tägliche Brot und hätten sie wohl erfinden müssen, wenn es sie nicht gegeben hätte, in gewissem Sinn haben sie sie ohnehin erfunden, da die Judenheit schließlich nie gewesen ist, was sie über sie behaupteten. Außerdem brauchten sie die antisemitische Kolportage, um diejenigen treffen zu können, die zwar Arier, aber«Judengenossen» wa-
125


