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Widerstandsliteratur : ein Querschnitt durch die Literatur über die Verfolgungen und den Widerstand im Dritten Reich / von Franz Ahrens
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/B Berichte über die Widerstandsbewegung 1/B/a Arbeiterschaft»

4. Johann Neuhäusler: Kreuz und Hakenkreuz. München 1946: Verlag der katholischen Kirche Bayerns. 16.30. Tausend. 2 Bände, 384 und 464 S.

Untertitel: Der Kampf des Nationalsozialismus gegen die katholische Kirche und der kirchliche Widerstand. Der Verfasser, Prälat Neuhäusler, der selber vier Jahre in Dachau war, hat in ungeheurer Kleinarbeit eine Fülle von Dokumenten zusammen- getragen, Im ersten Band werden die Kirchenverfolgungen im weitesten Sinne dar- gestellt, sowie Statistiken über verhaftete Geistliche usw. gegeben. Im zweiten Band geben Hirtenbriefe, Briefwechsel, Reden mannhafter Kirchenvertreter Zeugnis von dem Widerstand der katholischen Kirche.

5. Allen Welsh Dulles: Germany's Underground(engl.). New York 1947: The Macmillan Company. 207 S. Das Buch wird dem TitelDeutschlands Untergrundbewegung nur zum Teil gerecht. Im wesentlichen wird besonders eine Seite der Widerstandsbewegung geschildert, die des Kreises des 20. Juli. Dem opferreichen Kampf der Arbeiterschaft wird es in keiner Weise gerecht.(Dulles hat übrigens während des Krieges selbst Verbindung zu deutschen Widerstandskreisen gehabt, und zwar von der Schweiz aus.)

6. Das Wort der Verfolgten. Anthologie eines Jahrhunderts. Herausgegeben von Bruno Kaiser. Berlin 1948: Verlag Volk und Welt. 376 S

Die im Dritten Reich verfolgten Dichter und Schriftsteller der inneren und äußeren°

Emigration werden hier endlich wieder zu Gehör gebracht und in eine Reihe mit den Freiheitskämpfern des Geistes der letzten hundert Jahre gestellt.

7. Paul Merker: Deutschland Sein oder Nichtsein? Mexiko 1944/45: Verlag el Libro Libre.

2 Bände, 424 und 574 S. x

I. Bd.: Von Weimar bis Hitler. Il. Bd.: Das Dritte Reich und sein Ende. 2 Ein wichtiges Nachschlagewerk über die Gegenkräfte, die: bereits vor Hitler und dann im Dritten Reich illegal wirksam waren,

8. Verboten und verbrannt. Deutsche Literatur 12 Jahre unterdrückt Herausgegeben von

Richard Drews und Alfred Kantorowicz Berlin und München 1947: Heinz Ullstein- Helmut Kindler Verlag.

Eine Zusammenstellung und Leseproben der deutschen Schriftsteller und Dichter, cie sich nicht dem Joch Hitlers beugten. Mit Namensverzeichnis.

B. Berichte über Widerstandsgruppen

Wie im Widerstandskampf die verschiedenen Gruppen selten nur einer Welt- anschauung, nur einem Glauben, oder einer Rasse angehörten, so ist auch die Literatur kaum scharf nach einzelnen ‚Gruppen zu differenzieren. Vielfach überschneiden sich die Berichte und Darstellungen.[Nur um für die Wider- standsforschung eine gewisse Stütze zu bieten, sei hier eine Unterteilung in einzelne Gruppen vorgenommen. Werke, die überwiegend einer Widerstands- gruppe zugeteilt werden können, sind hier aufgeführt, während die all- gemeinen Schilderungen über den deutschen Widerstand erst im nächsten Abschnitt(C) zusammengestellt sind.

a) Arbeiterschaft(Parteien, Gewerkschaften, Betriebe)

1. Werner Eggerath: Nur ein Mensch. Weimar 1947: Thüringer Volksverlag GmbH., 188 S. Eines der wenigen und besten Bücher zugleich, die bisher von ‚der Verfolgung, vor allem aber vom Widerstand der Arbeiterschaft künden; vom Widerstand, der schon seit dem ersten Weltkrieg gegen reaktionäre und faschistische Kräfte ‚geleistet wurde von dem unentwegt tätigen kleinen Mitarbeiter der Arbeiterparteien. Ihm wird hier ein Heldenlied gesungen, nicht mit Fanfarenklängen, sondern in der schlichten Sprache eines Menschen, der nur ein Mensch im Kampf um Menschenrecht und Menschenwürde sein wollte und blieb. Er ist mit dem abgründigen Humor jener gezeichnet, die der Tod nicht schrecken kann, weil sie ihn zu oft erschaut haben.

2. Willi Bredel: Verwandte und Bekannte. Berlin 1946: Aufbau-Verlag GmbH., Berlin W 8. 2. Aufl. 10.25. T. 416 S.

1. Band einer Trilogie(Väter Söhne Enkel) aus dem Kampf der Arbeiterschaft,

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