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Der 14jährige Krieg 1931 - 1945 / von William H. Hale ; herausgegeben im Auftrag von Information Control Division, U.S. Forces European Theater
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Inzwischen zerbröckelte unter den Schlägen neuer chinesischer, englischer, indischer und australischer Armeen das Imperium, das die Japaner in China, in Birma und in Ostindien notdürftig er- richtet hatten. Das japanische Volk hatte seinen Führern bedingungslosen Gehorsam bei deren Eroberungsfeldzügen ge- leistet und sah nun als Resultat ihr eigenes Stammland der Zer- störung ausgesetzt. Die schärfste Lektion wurde durch die ersten Atombomben erteilt eine revolutionäre Waffe, die von ameri- kanischen und englischen Wissenschaftlern erfunden und ent- wickelt worden war. Die Sowjetunion trat in den Krieg gegen Japan ein und begann, die Mandschurei von der eisernen Ferse Japans zu befreien dieselbe Mandschurei, die im Jahre 1931 als erste im Verlauf des Eroberungsfeldzuges besetzt worden war. Und schließlich, am 14. August 1945, ergab sich Japan bedingungs- los. Der Krieg, der fast anderthalb Jahrzehnte gedauert hatte, war vorbei.

Jahre werden zweifellos vergehen müssen, bevor eine auch nur halbwegs genaue Schätzung der Gesamtverluste an Men- schenleben und Werten durchgeführt werden kann Verluste, welche die Welt im Verlaufe dieses Krieges erlitten hat. Ganze Nationen waren versklavt, verstümmelt, auseinandergerissen worden durch jene Männer, die versucht hatten, sich selbst zu Herren über die ganze Erde zu machen. Die Sieger, welche die ersten schweren Schläge erlitten hatten, und die Verlierer, welche die letzten empfingen, vertraten beide Gedanken von weltweiter Konsequenz.

Aber aus dem Leid, das ganze Völker erlitten haben, war schließlich die Erkenntnis gekommen, daß Menschen guten Willens von jetzt an überall unerschütterlich zusammenstehen müssen, um neue Aggressionen zu verhindern und einen Frieden zu garantieren, in dem die Menschen aller Länder ihr Leben in Freiheit von Furcht und Freiheit von Not führen können.

..Das menschliche Leben, das so billig geworden war, ist nun wieder kostbar, nachdem so viele Leben verschwendet worden waren. Die Errungenschaften der Zivilisation, die so verant- wortungslos weggeworfen worden waren, wird man erst in Jahr- zehnten wiederherstellen können; aber wenn sie wiederhergestellt sein werden, werden die Völker nie wieder zulassen, daß leicht-

sinnig mit ihnen umgesprungen wird in Verfolgung eines phantomhaften Ruhmes.

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