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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
Seite
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genutzt und schlau und vergnügt. Der andere war ganz jung, gerade angefangen, verdorben, zer- pflückt, zerstört und ganz jung. Und der hatte nur ein Bein, das er über die Kaimauer hängen lassen konnte. Und dann war da noch die Katze, und die tat völlig Uninteressiert und weltabgewandt. Aber Bill Brook sah, daß sie ein ganz fischlüsternes Ge- sicht hatte. Solche Gesichter machten die Katzen in Hopedale auch, genau so. Bill Brook lachte und dann grüßte er die beiden Männer(und die Katze eigentlich auch mit), als er bei ihnen stehenblieb. Sie sahen auf. Und sie sahen ihn an, als wenn er und sein Gruß zehn Kilometer weit weg wären. Dann nickte der ältere und man konnte erkennen, daß er früher, vorher, sicher vergnügt sein konnte. Er nickte. Der Junge, der nur das eine Bein be- halten hatte zum Hängenlassen, der nickte nicht. Aber er sah ihn noch einmal an und stellte ihn dann noch hundert Kilometer weiter weg. Er stellte ihn mit diesem einen Blick nach Kanada zurück und in diesem Kanada gab es keine Sonne, keine Liebe, keine Verständigung. Er stellte ihn in ein Land ohne Gießkanne, ohne Hunde, ohne Mäd- chenaugen. Und da ließ er ihn stehen und ver- schwendete seinen Blick nicht länger an ihn. Er fuhr fort, sorgfältig einige Tabakreste in ein Stück Papier zu bröckeln, das er auf seinem Stumpf aus- geglättet und mit dem Handballen geplätvet hatte. Der Kanadier fühlte die hundert Kilometer und

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