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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
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Seite
113
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er fühlte die Verstoßung in ein Land ohne Ver- ständigung, und um nicht so weit weg zu bleiben, setzte er sich neben den Alten auf die Mauer. Nun hingen fünf Beine-überm Wasser. Er nahm seine Zigarettenpackung und gab sie dem Alten. Und» er machte ihm klar, daß er sie behalten und mit dem Jungen teilen sollte. Der Alte sah ihn plötz- lich aus großer Nähe an und sagte: Danke. Und sagte das wie: Siehst du, bistn ordentlicher Kerl. Hab ich gleich gemerkt. Auch ohne Zigaretten. Damit gab er dem Jungen neben sich die restliche Packung. Der aber nahm die Zigarette langsam und beinahe betont bedächtig aus der Hülle und schnippte sie wie beiläufig und gelangweilt mit - zwei Fingern ins Wasser. Weit ins Kanalwasser. Einzeln. Genießerisch tat er das. Acht Zigaretten schnippte er einzeln mit den Fingerspitzen weit in den grünschwarzen Kanal, und die Katze sah ihnen aufgeregt nach. Bill Brook machte die Stirn kraus. Dann dachte er an das eine Bein, das von der Kaimauer hing. Der Alte schob die beschneiten Augenbrauenbüsche hoch bis an den Haaransatz und knurrte den Jun- gen an:Spleen, was? Du kennst keine Gesichter. Der Junge leckte sich seine Zigarette zu, spuckte einen Tabakfussel in den Kanal und sagte, ohne den Mund zu bewegen:Gib mir lieber Feuer. Dann sahen sie alle drei auf den schwarzgrünen

Silberschlick. Bill Brook fror in dem Land ohne

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8 Die Hundeblume