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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
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Überraschend am Horizont hochgeworfen, von irgendwo hergeweht, kamen Krähen angetaumelt, Gesang und das dunkle Gefieder voll Nachtahnung, torkelten sie wie Tintenkleckse über das keusche Seidenpapier des Abendhimmels, müdegelebt, hei- sergekrächzt, und dann unerwartet etwas weiter ab schon von der Dämmerung verschluckt.

Sie sahen den Krähen nach, Timmund der andere,

krähengesichtig, blauschwarz übertrauert. Und das Wasser roch satt und gewaltig. Die Stadt, aus Wür- feln wild aufgetürmt, fensteräugig, fing mit tau- send Lampen an zu blinken. Den Krähen sahen sie nach, den Krähen, die lange verschluckt schon, sahen ihnen nach mit armen alten Gesichtern, und Timm, der Lilo liebte, Timm, der zwanzig Jahre war, der sagte:

Die Krähen, du, die abe es gut.

Der andere-sah vom Himmel weg mitten in Timms weites Gesicht, das blaßgefroren im Halbdunkel schwamm. Und Timms dünne Lippen waren trau- rige Striche in dem weiten Gesicht, einsame Striche, zwanzigjährig, hungrig und dünn von vielen ver- frühten Bitterkeiten.

Die Krähen, sagte Timms weites Gesicht leise, die- ses Gesicht, das aus zwanzig helldunklen Jahren gemacht war, die Krähen, sagte Timms Gesicht,

die haben.es gut. Die fliegen abends nach Hause. Einfach nach Hause._ ‚Die beiden Männer hockten verloren in der w

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