angesichts der neuen Nacht klein und verzagt, aber furchtlos mit ihrer furchtbaren Schwärze vertraut. Die Stadt glimmte durch weiche warme Gardinen
millionenäugig schläfrig auf die lärmleeren Nacht-
straßen mit dem verlassenen Pflaster. Da hockten sie hart ans Bodenlose hingelehnt wie müdmorsche Pfähle, und Timm, der. Zwanzigjährige, hatte ge- sagt: Die Krähen haben es gut. Die Krähen fliegen abends nach Hause. Und der. andere plapperte blöde vor sich hin: Die Krähen, Timm, Mensch, "Timm, die Krähen.
Da hockten sie. Hingelüuimmelt vom lockenden lau- sigen Leben. Auf Kai und Kantstein gelümmelt. Auf Mole und muldiges Kellergetrepp. Auf Pier und Ponton. Zwischen Herbstlaub und Staniolpapier vom Leben auf staubgraue Straßen gelümmelt. Krähen? Nein, Menschen! Hörst du? Menschen! Und einer davon hieß Timm und der hatte Lilo liebgehabt für einen roten Schal. Und nun, nun
kann er sie nicht mehr vergessen. Und die Krähen, die Krähen krächzten nach Hause. Und ihr Ge- krächz stand trostlos im Abend.
Aber dann stotterte eine Barkasse schaummäulig vorbei und ihr gesprühtes Rotlicht verkrümelte sich zitternd in der Hafendiesigkeit. Und das Ge-
diese wurde rot für Sekunden. Rot wie mein Schal,°
dachte Timm. Unendlich weit ab vertuckerte die Barkasse. Und Timm sagte leise: Lilo. Immerzu: Lilo Lilo Lilo Lilo Lilo----
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