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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
Seite
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Ihr Bett war wohl nicht breit genug, wie? fing der

andere sachte wieder an nach vielen Minuten. Bett! Bett! sagte Timm wütend, ich liebe sie doch. Natürlich liebst du sie. Aber heute abend hat sie dich wieder vor die Tür gestellt. War also nichts mit.dem Nachtquartier. Du bist sicher nicht sauber genug, Timm. So ein Nachtbesuch muß sauber sein. Mit Liebe allein-geht das nicht immer. Na ja, du bist ja sowieso kein Bett mehr gewöhnt. Dann bleib man lieber hier. Oder liebst du sie noch, was?

Timm rieb seine langen Hände am Hals und

rutschte tief in seinen Jackenkragen. Geld will sie,

sagte er viel später, oder Seidenstrümpfe. Dann"

hätte.ich bleiben können.

Oh, ‚du liebst sie also noch, sagte der Alte, je, aber wenn man kein Geld hat!

Timm sagte nicht, daß er sie noch liebe, aber nach einer Weile meinte er etwas leiser: Ich hab ihr den Schal gegeben, den roten, weißt du. Ich hatte ja nichts anderes. Aber nach einer Stunde hatte sie plötzlich keine Zeit mehr., Den roten Schal? fragte der andere. Oh, er liebt sie, dachte er für sich, wie liebt er sie! Und er wiederholte noch einmal: Oha, deinen schönen roten Schal! Und jetzt bist du doch wieder hier und nachher wird es Nacht: Ja, sagte Timm, Nacht wird es wieder. Und mir istelend kalt am Hals, wo ich den Schal nicht mehr hab. Elend kalt, kann ich dir sagen.

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