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konnte, zeigen die erhabenen Sozialordnungen, die großen Caritasleistungen, die herrlichen Kunstwerke des Mittel- alters, zeigt dessen verhältnismäßige Befriedung der Welt. Ein Amerikaner unserer Tage berechnete, daß damals ein Mensch sechstausendmal mehr Aussicht hatte, in Ruhe im Bett zu sterben, als ein Mensch unserer Tage. Die Welt säkularisieren, das Christentum in die Kata- kombe sperren, alle Kleriker als Dunkelmänner und Vogelscheuchen lächerlich und deshalb unwirksam machen und dann behaupten, sie verstünden die Welt nicht zu verbessern— das ist höchste Unehrlichkeit. Die Pfaffen bloße Hüter der Geldschränke? Kennen Sie die Liebesgebote Christi? Kennen Sie die Warnungen des Evangeliums vor dem Mammon, die Betonungen, die Reichen hätten es schwer, in den Himmel einzugehen? Kennen Sie die ständigen Mahnungen der Evangelien zur Abgabe des Überflusses, zum Wohltun? Kennen Sie die Sanktion aller dieser Forderungen durch die Eröffnung, beim Jüngsten Gericht erfolge das Endurteil über die Menschen nicht nach ihrem Lippenbekenntnis, sondern ausschließlich nach Maßgabe der geleisteten sozialen Pflichten? Nach Maßgabe dessen, was Hungernde genährt, Durstige getränkt, Nackte bekleidet, Kranke besucht, Gefangene befreit wurden usw.? Nun ist aber jeder Pfarrer auf den Kanon der Evangelien verpflichtet.— Die Geist- lichen Anwälte der Sklaverei? Aber wer anders als das Christentum begründete die Freiheit, schuf und sicherte die Menschenwürde? Wenn der Mensch nur als ein Stück Natur, als oberstes Glied der Tierwelt, als Affensproß gilt, wie in Ihrer Ideologie, was soll er mehr werden als Tier und Affe? Und warum eine bessere Behandlung erfahren? Wenn er aber als Kind Gottes, als Erlöster des Welt- heilandes, als Tempel des Heiligen Geistes, als unsterb- liches Wesen mit Anwartschaft auf die Herrlichkeiten Gottes betrachtet wird— dann erst ergeben sich die Vor- aussetzungen für seine Achtung und Erhebung, dann darf er nicht einfach nur mehr als Arbeitsmaschine, Kanonen- futter, Versuchsobjekt, Warenpaket behandelt werden. Als Wesen mit dem Adelsbrief Gottes muß er auch adelig
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