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Erlebnisse und Bekenntnisse : ein Kapitel Lebenserinnerungen des früheren Herausgebers der Zeitschrift "Das Neue Reich" und "Schönere Zukunft" / Joseph Eberle
Entstehung
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diensten(Essentragen und Matratzenschleppen) herange- zogenen, in eigenen Zellen untergebrachten und mit Rauch-Erlaubnis ausgestatteten Mithäftlinge, sehr er- schwert. Drittens gab es keine Feuerzeuge oder Zünd- hölzer. Wohl wurde Ersatz gesucht. Man brachte Stoff- stückchen mit Hilfe von Zelluloidspänen aus den Zahn- bürsten zum Erglühen und entzündete daran die Tschicks; aber es gelang nicht immer.

Gespräche mit Mitgefangenen

Es gab oft heiße Debatten in der Zelle, und ich bemühte mich nach Möglichkeit, den Ungläubigen den Standpunkt des Christentums klarzulegen und zu begründen. Es wurde wohl kaum einer bekehrt. Aber vielleicht wurde da und dort doch wenigstens ein weiteres Nachdenken angeregt oder wenigstens eine gewisse Achtung erzielt. Wie ich es versuchte, dafür drei Beispiele! Ich hatte wie- der einmal von dem Segen von Religion und Christentum für die Menschheit gesprochen. Da erklärte einer der Un- gläubigen:Ach, bleiben Sie mir mit diesen Dingen vom Leibe! Die Christen haben 2000 Jahre Gelegenheit gehabt, zu zeigen, was sie können und was ist herausgekom- men? Diese ganze gegenwärtige schweinische Welt, diese Sklaverei, dieser Hunger, dieses Morden, Sengen und Brennen des Krieges! Wir verstehen ja, daß eine gewisse Bourgeosie die Pfaffen ganz gerne hat. Erstens bewähren sie sich als Hüter ihrer Geldschränke; zweitens beruhigen sie das Volk bei seiner Versklavung mit Vertröstungen auf den Himmel; drittens schaffen sie einen romantischen Zauber um Trauung, Wiege und Grab. Aber wir wollen den Geldsack nicht geschützt; wir wollen das Paradies auf dieser Erde, den imaginären Himmel überlassen wir den Engeln und den Spatzen; wir wollen keinen romantischen Hokuspokus um die ernsten Dinge des Lebens, wir wollen Nüchternheit. Ich antwortete:Das Häßliche der Welt kommt eben von der Religionslosigkeit. Was das Christen- tum erreichte, als es wirklich führen und bestimmen

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