Trotz Verbesserung der äußeren Lage verschlechterte sich in den kommenden Monaten mein Gesundheitszustand. Zwar die Drüsengeschwulst klang völlig ab, und die Fingernägel kamen wieder in Ordnung; aber es vermehr- ten sich die Herzstörungen. Bei Wasseranschwellungen der Beine trat gelegentlich auch eine Venenentzündung auf. Unter diesen Umständen stellte der leitende Ge- fängnisarzt, gestützt auf das Gutachten eines Universitäts- klinikers, dem ich zur Untersuchung vorgeführt worden war, nach etlichen Monaten bei der Gefängnisverwaltung bzw. der Gestapo den Antrag auf meine Entlassung aus der Haft, da ich ohne ernsteste Lebensgefährdung nicht mehr haftfähig sei. Diesem Antrag wurde nach längerer Zeit— auch auf Grund der Fürsprachen hoher Persönlich- keiten von außen, wie ich später hörte— stattgegeben. Nach achteinhalb Monaten wurde ich aus dem Gefängnis entlassen. Zwei, drei Jahre später, als der Wind schon viel rauher ging, als die Deutschen nicht mehr Sieger nach allen Richtungen waren, sondern an allen Fronten zurück- getrieben wurden, wäre ich wohl kaum mehr freigegangen. Nachträglich vermute ich, daß Gefängnisarzt und Univer- sitätsprofessor, überzeugt vom Unrecht meiner„Schutz- haft, ihre Gutachten düsterer färbten, als es mein Zustand verlangte. Denn wenn ich so todkrank gewesen wäre, wie sie es darstellten, hätte ich mich innerhalb eines Jahres nach Freilassung wohl nicht wieder bis fast zur vollen Gesundheit erholen können, wie es tatsächlich der Fall war. Nun wirken ja die wiedererlangte Freiheit, die Be- freiung von drückender Unsicherheit und drückender Haft, die Wiedervereinigung mit den Angehörigen und Freunden, das Wiedergewinnen von Heim und besserer Ernährung, zweifellos geradezu Heilwunder— aber viel- leicht wollten doch auch die Ärzte mir mit dem denkbar besten Rezept, nämlich der Entlassung in die Freiheit, helfen, und ließen sie hierzu, freilich unter großem persön- lichen Risiko, den Zweck das Mittel heiligen. Wenn ich recht vermute, dann Dank ihnen und Anerkennung ihrem Mut vor der Gestapo! Und Dank auch den sonstigen Per- sönlichkeiten, die sich um meine Freilassung bemühten!
74
Obwohl und jede doch ohı Im Gege mezzo'|
wenn m: Tiefen z Tages q gleich bi Fragwür Problem theoreti: gegenüh gelockeı Dinge, q zuckend blasses
Meinem erlebte lösende betet wi und Kra Ja genü Mir nän dauern ı vernom ein Ger fängnise etliches


