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Katholiken der verschiedenen Siedlungsgebiete unendlich gespalten waren. Manche fanden in der„Schöneren Zu- kunft‘ zuviel Rücksichtnahme auf Hitler, andere vermiß- ten die positive Würdigung desselben. Von Seite der einen, von Seite von Politikern, Kapuzinern und Kaplänen in Osterreich und der Schweiz, kam es grollend:„So- lange Sie nicht in jeder Nummer den Hitler mindestens zweimal ausdrücklich als Beelzebub charakiterisieren, sind Sie in unseren Augen ein Verräter!"(Als ob ein Setzer in Deutschland so etwas gesetzt, ein Drucker so etwas ge- druckt, die Polizei so etwas durchgelassen, die Post so etwas befördert hätte, als ob in irgendeinem Land so
‚etwas gegen ein international anerkanntes Staatsober-
haupt geschrieben werden dürfte!) Aus Südtirol, aus dem Sudetenland, wo man in Hitler vielfach nur den Schutz- herrn der deutschen Minderheiten in fremdnationalen Staaten sah, kamen Zuschriften, wie:„Warum soviel offenkundige, wenn auch stille Ablehnung Hitlers? Warum
' fordern Sie nicht zum Gebet um Erfolg für diesen Mann
auf, gleichzeitig um dessen religiöse Bekehrung?” Aus Deutschland kamen von gewichtigen Katholiken Erklä- rungen wie:„Warum zeigen Sie sich der Absonderungs- politik der Dollfuß und Schuschnigg so gewogen? Wir Deutsche gehören doch zusammen. Der Anschluß Öster- reichs stärkt die Stellung der Katholiken und erzwingt am Ende größere Rücksichtnahmen in der Kirchen- und Kulturpolitik. Viele Deutsche in Übersee wollten von einem Bruderstreit unter den Deutschen überhaupt nichts wissen, wollten nur die deutsche Gesamtsache gefördert sehen; das aber sei nur möglich bei einer Anerkennung der eigentlichen Machtträger in Deutschland. Auch die französischen Katholiken hätten seinerzeit einem Combes und Waldeck-Rousseau trotz deren Kulturkämpfen nicht den staatlichen Gehorsam verweigert. Deutsche Katho- liken in Brasilien oder Japan empfanden katholische An- griffe auf die deutsche Regierung direkt als störend und schädigend. Auch für diese Regierung war ja lange Zeit der Antiklerikalismus eine heimische, nicht eine Ausfuhr- sache; im Ausland wurde vielfach gefördert, materiell
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