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Gefangenschaftsbriefe / Dr. Max Josef Metzger (Bruder Paulus) ; eingeleitet und herausgegeben von Dr. Matthias Laros
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wolle, erregt immer Apprehension, eine Art von Scheu, Verlegenheit, Widerwillen, wogegen sich der Mensch auf irgendeine Weise in Positur setzt. Nun ist aber keine Nation vorzuführen, welche die Idee unmittelbar im allgemeinen und gemein- sten Leben so zu verkörpern geneigt wäre, wie die spanische, die über das Gesagte die schönsten

Aufschlüsse liefert. Die Idee, wie sie unmittelbar in die Erscheinung, ins Leben, in die Wirklichkeit tritt, muß, insofern sie nicht tragisch und ernst wirkt, notwendig für Phantasterei gehalten wr- den, und dahin verirrt, verliert sie sich auch, wie sie ihre hohe Reinheit nicht zu erhalten weiß; selbst das Gefühl, in welchem sie sich manifestiert, geht, eben weil_es diese hohe Reinheit behaupten will, darüber zugrunde.

Indem die Idee als phantastisch erscheint, hat sie keinen Wert mehr. Daher denn auch das Phanta-. stische, das an der Wirklichkeit zugrunde geht, kein Mitleid erregt, sondern lächerlich wird, weil es komische Situationen veranlaßt, die dem heiter Böswilligen gar glücklich zusagen. Ich müßte mich besinnen, um irgend etwas zu finden, das uns Deutschen gelungen wäre in dieser Art... Das Höchstgelungene ist Don Quixote von Cervantes.

Man kann die seelische Angelegenheit, um die es hier geht, mit der epischen Ruhe des Fatalismus abhandeln wie Homer; oder sie gedanklich fassen wie Platon; oder sie in großartiger Iyrischer Ver- einzelung als das Lied seiner Seele aussprechen wie Dante, oder wie die großen Germanen Shake-

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