Phantasie mit den Dingen, die er in den Büchern fand Also ein Opfer des Buches ist dieser arme Junker, der wähnt, die Welt der Bücher sei die Welt der Wirklichkeit oder könne es werden; der davon träumt, ein Reich der Gerechtigkeit, bar aller Schlechtigkeit, aufzurichten. Der arme Büchermann wußte nicht, daß in dieser Welt die Gemeinheit, die Schurkerei und der Egoismus ihr Szepter fest in Händen halten. Er lebte und stritt für seine Illusion, und die Wirklichkeit verprügelteihn, ver- prügelte ihn mit ungeheurem Applaus, verprügelte ihn so lange, bis er zum Sterben kam. Da, vor dem Sterben sah er die Wirklichkeit...
Wir horchen auf, wenn wir das lesen.
Das ist es, warum dieser edle Ritter unsterblich ist und noch immer durch Europa reitet. Denn alle europäischen Völker haben ihn liebgewonnen, weil sie alle in ihm sich zum guten Teil wieder- erkannten. Staatsmänner, Philosophen, große Li- teraten haben sich mit ihm sehr ernst auseinander- gesetzt, und viele, viele, die als Weltbeglücker auszogen, die an den Sieg der Gerechtigkeit, des Edelsinnes, der Güte glaubten, sind wie er von der Wirklichkeit windelweich geprügelt worden. Das ist es, warum wir von fast allen bedeutenden Gei- stern Urteile, selbstkritische Urteile über ihn fin- den. Das Beste über ihn hat, auch hier, der alte Goethe gesagt, dessen klarer Geist wie immer das Wesentliche und Wirkliche sah:„‚Die Idee“, sagte er in ‚Über Kunst und Altertum‘, ‚‚wenn sie in die Erscheinung tritt, es sei, auf welche Art es auch
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