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herauskam, war ein großes menschliches Werk, ein europäisches Epos.
Unter europäischer Epik verstehe ich nicht die Epik der einzelnen europäischen Völker, sondern jene wenigen großen Epen, jene wenigen epischen Gestalten, in denen der europäische Geist seiner selbst bewußt geworden, in denen sich seine be- sondere Wesensart mit ihren Zwiespälten und Sehnsüchten ausspricht. Achilleus; und Sokrates, den Platon schuf; und Dante; und Don Quixote; und Hamlet und Faust mit Mephisto; vielleicht noch die Madame Bovary Flauberts und der rus- sische Mensch in der russischen epischen Litera- tur. Der tiefste Zwiespalt aber, der dem europäi- schen Geist als Sondereigentum innewohnt, scheint mir der zwischen Idee und Wirklichkeit zu sein, oder, wenn man will, der zwischen Gedanke und Tat. An ihm leidet Achilleus so schwer wie Ham- let. An ihm leidet auch der„‚scharfsinnige“ Hidalgo Don Quixote von der Mancha. Nur(daß der Künst- ler, indem er eine humoristische Gestalt schuf, die objektive Zwiespältigkeit von Idee und Wirklich- keit versubjektivierte und die Idee zur Illusion herabdrückte. Denn dieser edle Ritter lebte in Illusionen, und das verdankt er, auch er, den Bü- chern.„Sein Lesen verwickelte ihn so, daß er die Nächte damit zubrachte, weiter und weiter zu le- sen, die Tage, sich tiefer und tiefer hineinzulesen. Und so kam es vom wenigen Schlafen und ewigen Lesen, daß sein Gehirn austrocknete, wodurch er natürlich den Verstand verlor. Er füllte seine
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