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Gefangenschaftsbriefe / Dr. Max Josef Metzger (Bruder Paulus) ; eingeleitet und herausgegeben von Dr. Matthias Laros
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kam, ein Vierunddreißiger, ein früh Gealterter, ein Krüppel, in die Heimat. Ein Krüppel und obendrein ein Künstler, ein Geschichtenschreiber

- mein Gott, was sollte man mit solchem überflüs- sigen Menschen anfangen? Er ward schließlich so etwas wie ein Büroschreiber und zweiter Sekretär in einer Verwaltung, etwas Kümmerliches also und Dürftiges, und trotzdem er zu dem erstaunlich ho- hen Posten einesSteuereintreibers aufrückte, hinderte dies nicht, daß er in Schuldhaft kam, weil er einem honorablen Spießbürger der herrlichen Stadt Argamisilla in der Mancha die schuldigen Pesetas nicht bezahlen konnte. Und da saß er nun. Wir wissen nicht, wie lange. Dort aber hat er, wenn uns die Tradition und ein Teil der Litera- turhistoriker richtig berichten, den Plan zum Don Quixote entworfen.

Was er bis dahin geschrieben, Novellen, Komö- dien, stand durchaus unter dem Einfluß der Mode- literatur und war der Rede nicht wert. Aber je- der große Künstler- und das war er, wie es sich in der Folge auswies- findet endlich seine Form. Er fand sie im Don Quixote. Denn sein echtes Künstlertum revoltierte schließlich gegen die un- wahre, pseudoromantische Literatur seiner Zeit und seines Landes, die ihr Unwesen in Ritterroma- nen und phantastischen Novellen trieb, und er unternahm es, eine großartige Persiflage dieser verlogenen Literatur zu schreiben. Es sollte eine Abrechnung sein, eine literarische Züchtigung sei- ner Zunftgenossen und seiner selbst- und was

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