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Gefangenschaftsbriefe / Dr. Max Josef Metzger (Bruder Paulus) ; eingeleitet und herausgegeben von Dr. Matthias Laros
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Nach Johannes vom Kreuz hat auch ein Weltkind, völlig anderen Typs, in unserer Übersicht einen Platz, weil gerade von seinem starken gläubigen Humor ein gut Stück im Verfasser unserer Ge- fängnisbriefe lebte: Cervantes, dessen unsterb- licher Roman ‚Don Quixote ebenfalls aus seinem Gefangenschaftserlebnis gewachsen ist. Das Beste über ihn hat wohl Otto Miller vor 30 Jahren, den damaligen Kriegsgefangenen zum Trost, geschrie- ben. Seine Ausführungen kann ich im wesentlichen wiedergeben:

Ein paar Jahre nach Johannes Tod saß Don Miı- guel de Cervantes Saavedra in der unberühmten Stadt Argamisilla in-der Mancha in Schuldhaft, und es erging ihm übel. Es war ihm das ganze Leben lang übel gegangen. Der klangvolle Name war der einzige Reichtum seiner Familie, doch hatte der junge Miguel eine gute Bildung erhal- ten, wenn auch mit dem Resultat, daß er eigent- lich für keinen Beruf geeignet war. Denn er war leider, der arme Bursche, eine Künstlernatur. Er hatte dann das Glück gehabt, eine italienische Reise bis Rom und Sizilien zu machen, als er bei einem hohen Herrn so etwas wie Sekretär und Kammerdiener zugleich war. Aber dann war er Soldat geworden, und entpuppte sich fürderhin als Militaristen reinsten Wassers, denn er war der

skurillen Meinung,daß der Soldatenstand der höchste aller Stände sei die Theologen ausge- nommen, wie er fürsichtig mit einem Blick

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