Hoffnung leben, auch wenn wir im Dunkeln wan- deln‘, bietet die Hände zur Fesselung an Ketten hin und geht widerstandslos mit hinaus in die eisige Nacht, der erwarteten Verurteilung gewiß. Nach langer Fahrt beim Inquisitionsgerichtshof an- gelangt, wird er zunächst mit Hohn- und Schmäh- rufen, Faustschlägen und Fußtritten empfangen, eine Wendeltreppe hinabgestoßen und in einen dunklen Raum, einen Schacht, eingesperrt, grim- mig kalte Tage und Nächte, bis das erste Verhör beginnt. Von Häresie keine Spur. Ebenso wenig von Ungehorsam gegen die alte, strenge Regel. Aber er läßt nicht von der Reform nach eben die- ser Regel und vor allem nicht von seiner heiligen Mutter Teresa, die ihn aus ihrer längeren Erfah- rung und Begnadung- 28 Jahre älter als er- erst in die Bereiche der Mystik eingeführt und die Idee der Reform zuerst aufgeworfen hatte.„Treue ist der Ehre Mark“, besonders für den Spanier, des- sen Stolz bei uns sprichwörtlich geworden ist. Aber die frommen Väter der ,„‚milderen Richtung“ sind ebenso unerbittlich. Sie ertragen keinen Besseren und halten es, nach dem alten Herakleitos, mit den Ephesiern, die den Harmodias verbannten mit der Begründung:„Bei uns soll keiner der Beste sein; wenn schon, dann anderswo und beiandern.“ Darum bleibt Johannes eingesperrt, bis er seinen Sinn ändert, wenn er will, lebenslänglich. Das liegt bei ihm. So sitzt er also in einem finsteren, schmutzigen Loch, bei Wasser und spärlichem Brot, jeden Abend bei Tisch im Refektorium verdemü-
30
tigt, Platz
und
liche stun« sche
ihm
Tere furdh seine ihrer trügı von
von
über über kes ı Ordı elwa Hat
dies. rück) Fein nich! den


